Zweimal jährlich kommen alle FLG Studierenden zusammen, um sich gegenseitig auszutauschen und mit Geschäftsführern in Kontakt zu treten. Beim ersten Studierendentreffen dieses Jahres erhielten die Young Talents einen Einblick in das Thema „Wandel und Zukunft des internationalen Vertriebs“ durch Mario De Marco, CSO von Rittal. Studentin Lillian Jacobi berichtet von dem lehrreichen Austausch.
Begrüßt durch Anke Wojtynowski-Scharf, Leiterin duales Studiums, und Studierendensprecher Leon Fünders im Rittal Headquarter in Herborn starteten wir mit der Wahl des Studierendensprechers des ersten Studienjahres in die Veranstaltung, bevor einige unserer Kommilitonen von ihren Auslandssemestern berichteten: Johannes Trautmann präsentierte seine Zeit in Kanada, Justin Hoppe erzählte von Norwegen. Zwei ganz unterschiedliche Erfahrungen, die uns beide auf ihre eigene Art begeisterten.
Im anschließenden Dialog mit Mario De Marco lernten wir Studierenden mehr über die Chancen und Herausforderungen im internationalen Vertrieb. Das Gespräch begann mit den Grundlagen des Vertriebs: Wie läuft die Erschließung eines neuen internationalen Marktes? Welche Skills brauchen Vertriebler? „Um im Vertrieb gute Chancen zu haben, muss man vor allem zuhören können“, betonte der Geschäftsführer. Daneben brauche es Menschen, ein Netzwerk und international auch ein Kulturverständnis. „Die Vertriebsarbeit steht und fällt mit guter Vorbereitung, auch wenn sie sich in den letzten Jahren infolge von Digitalisierung und Co. gewandelt hat. Und wir lernen hier jeden Tag viel Neues und Prägendes kennen“, sagte er. Begann Vertriebsarbeit früher noch mit analogen Telefonbüchern und Kaltakquise, spiele Datenkompetenz heutzutage eine immer bedeutendere Rolle. Doch: diese ersetze keinesfalls das Gespür und Verständnis für die Menschen. Die Mischung macht‘s. „Hierbei ist entscheidend, Fähigkeiten zu kombinieren. Vertriebler gehören auch ans Produkt, Produktmanager auch in den Vertrieb. Die Zusammenarbeit ist enorm wertvoll und wird auch in Zukunft hohe Relevanz haben“, so der CSO. Ebenso wichtig: Differenzierung. „Unsere Unternehmen heben sich mit ihren Lösungen gezielt vom Markt ab.“ Und genau das sei es, was Mario De Marco auch in Krisenzeiten wie den aktuellen optimistisch bleiben lässt: „Starke Menschen und starke Unternehmen gehen aus Krisen gestärkt hervor“.
Schließlich hatten wir die Möglichkeit, Fragen zur Person Mario De Marco zu stellen. So berichtete er von der Freude an seiner Arbeit, die auch sein großer Verantwortungsbereich im weltweiten Vertrieb keineswegs schmälern könne. Vor allem das Kennenlernen zahlreicher Menschen im Laufe der Jahre, während verschiedener Stationen und Aufgabenbereiche habe ihn sehr bereichert. „Es ist ein schönes Gefühl, nahezu überall auf der Welt kommunizieren zu können und Menschen zu begegnen.“
Sein wertvoller Rat am Ende der Veranstaltung: „Lassen Sie sich nicht negativ beeinflussen, seien Sie sich im Klaren, was Sie selbst wollen und bleiben Sie zuversichtlich. Nutzen Sie die Möglichkeiten im Unternehmen“, gab uns der Geschäftsführer für unsere Zukunft mit auf den Weg. „Seien Sie, wer Sie sind, bleiben Sie, wer Sie sind, und machen Sie etwas Gutes draus!“
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten und Mario De Marco für das Studierendentreffen! Wir haben viel gelernt und mitgenommen – und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Austausch.
Ein Bericht von Lillian Jacobi, duale Studentin bei Rittal
